Rezension: „Alendia – Die erste Staffel als Buch“ (Manuel Schmitt)

Manuel Schmitt - Alendia: Die erste Staffel als Buch
(Copyright: Manuel Schmitt)

Seit dem 25. Februar 2019 bietet sich für jeden Kurzgeschichtenfreund und Fantasyleser die Möglichkeit, auf 340 Seiten, als E-Book oder als gebundene Ausgabe, die Geschichten um Alendia zu lesen.
„Alendia – Die erste Staffel als Buch“ macht dabei seinem Namen alle Ehre und umfasst sowohl die Geschichten von Manuel Schmitt, unter dessen Namen sowohl die Hörspiele erscheinen, als auch das Buch veröffentlicht worden ist, sowie ausgewählte Legenden aus der Schreibcommunity rund um diese Welt.
Auf der dazugehörigen Website, der Link ist unter dem Beitrag vermerkt, kann man sich weiter über die Welt erkundigen, eigene Geschichten beisteuern und sich mit der Community austauschen.
In dieser Ansammlung aus Kurzgeschichten rücken sechs verschiedene Helden in den Fokus und erzählen in kurzen Legenden ihre Geschichte, in einer Welt, die durch das Aufkommen von Magie im Wandel steht. Das erste Jahr, nachdem der dritte Mond vom Himmel hinabstürzte.
Unser Exemplar wurde uns freundlicherweise vom Autor zur Verfügung gestellt!

Alendia, einst umkreist von drei Monden, sieht sich einem plötzlichen Wandel gegenüber, als der dritte Mond der Welt vom Himmel hinabstürzte und mit sich die Magie brachte. Magie, das kannte Alendia vorher nicht, und während viele sich ihrer auch kaum gewahr werden, lernen einige, sie wie von selbst zu benutzen.
Damit kam die Zeit für Umbrüche.
Das Buch erzählt dabei unterschiedliche Geschichten, von mehreren Protagonisten, deren Leben alle miteinander verwoben werden. Von einem Küchenmädchen, das einen Schwindel aufdeckt und von da an geächtet leben muss, oder einer Magierin, die einem Volk Zwerge helfen möchte, eine magische Krankheit zu besiegen, und danach selbst damit ringt, über zwei Brüder, die sich mit der neuen Kraft auseinandersetzen müssen, und einen mutigen Kämpfer, der seinen Orden verlässt, ist allerhand dabei. Diese Figuren, und noch mehr, führen den Leser in die magische Welt von Alendia und den Wandel, dessen Konfliktpotenzial Klüfte aufzuwerfen droht.

Die Sprache ist einfach gehalten und an das Setting der Welt angepasst. Es handelt sich um eine mittelalterlich angehauchte Fantasywelt.
Wie es bereits im Vorwort geschrieben steht, hat man sich bewusst für die Kurzgeschichtenform entschieden, da Manuel Schmitt etwas an deren maroden Ruf in der Literatur ändern möchte. Wie er selbst sagt, war er immer begeisterter Zuhörer von Hörspielen.
Außerdem sind es nicht nur Geschichten von Manuel Schmitt selber, die man in dem Buch finden kann. Alendia ist ein Produkt von ihm und der, am Anfang über Youtube zusammengetragenen, Community und das merkt man auch, da mehrere Geschichten von anderen verfasst und von ihm nochmals gelesen und überprüft worden sind.
Dadurch entsteht im Werk auch das einheitliche Bild. Die Geschichten, Legenden, tragen alle einen eigenen Namen und sind mithilfe von Mondsicheln in mehrere Abschnitte unterteilt. Gleichzeitig ergibt diese Mixtur allerdings auch ein buntes Feuerwerk an verschiedenen Schreibstilen und Geschichtenformen, wodurch nicht nur die Welt, sondern auch die verschiedenen Helden lebendig und farbenfroh wirken.
Besonders schön ist mir hierbei aufgefallen, wie sehr die einzelnen Schreiber sich Mühe gegeben haben, logische Rückschlüsse zu ziehen, während sie die Magie mit hinein verwoben haben. Nur ab und an gab es einen kleinen Logikfehler, den ich festmachen konnte, der allerdings im Bereich der Figuren lag, und wie sagt man so schön? Irren ist menschlich.
Ich weiß nicht, ob diese Fehler beabsichtigt waren oder nicht, muss als selbst Autorin seit Jahren allerdings auch darauf achten, dass meine Figuren niemals zu perfekt wirken oder alles auf Anhieb immer richtig machen.
Und auch, dass die einzelnen Geschichten sich miteinander verwoben haben, und dabei nicht auf Chronologie achteten, ist ein deutlich positiver Aspekt.

Mein Fazit

Alendia ist ein Projekt, das schon öfters meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, bei dem ich allerdings oft das Gefühl hatte, dass es viel Zeit benötigt, um sich richtig hinein zu arbeiten. Diese Zeit habe ich bisher leider nie gefunden, umso mehr habe ich mich darüber gefreut, dass Manuel Schmitt dem Bambusblatt – und vielen weiteren Bloggern – auf Anfrage ein E-Book zur Verfügung gestellt hat.
Ich kann das Buch ganz klar empfehlen, wenn man Interesse an einem riesigen Communityprojekt, Kurzgeschichten oder einer wunderschönen Fantasywelt hat. Alendia ist gerade durch seine verschiedenen Autoren bunt und voller Leben und spricht mit jeder Seite das Herzblut der Macher aus.
Da verzeihe ich mehr als gern, dass die Sprache hier und da kleine Schwächen hat und man merkt, dass, wie jedes Buch, auch dieses nicht perfekt ist. Alendia ist mehr als einfach nur die Geschichten. Alendia ist eine ganze Welt, die darauf wartet, von den Lesern erkundet zu werden.

Geschrieben von Judith

Linksektion

Welt von Alendia
„Alendia – Die erste Staffel als Buch“ auf Thalia*

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